Grundarten von Japanpapier

Japanpapier oder auch "japanisches Papier" bzw. "Papier aus Japan" kennt in seiner Vielfalt kaum Grenzen und ist für die unterschiedlichsten technischen und handwerklichen Anwendungen geeignet. So haben japanische Papiere bzw. Papiere aus Japan seit vielen Jahrzehnten ihren festen Platz bei der Papierrestaurierung, Buchbinderei und hochwertige Handdrucken gefunden. Japanpapiere zeichnen sich in erster Linie durch ihre hohe Festigkeit aus, die so bei europäischen Papieren nicht erreicht wird. Die Festigkeit entsteht durch die intensive Verfilzung der sehr langen Bastfasern. Diese wird insbesondere bei der Mehrfachschöpfmethode „Nagashi-zuki“ weiter gesteigert. Japanische Papiere sind hierdurch besonders reiß- und knickfest und nahezu unbegrenzt faltbar. Weil bereits beim Aufschließen der Bastfasern kaum Chemikalien, sondern nur Aschenlaugen eingesetzt werden, sind Japanpapiere für Restaurierungen (Stichwort „alterungsbeständige Papiere“) besonders geeignet. Über unseren japico-Webshop können Sie die verschiedensten Japanpapiere kaufen.
Die Vielfältigkeit japanischer Papiere kennt keine Grenzen. Daher können an dieser Stelle auch nur einige Grundarten von Japanpapier besprochen werden. Hierbei handelt es sich mehrheitlich um hochwertigste Druckpapiere.

Echizen

Echizen bezeichnet zunächst eine Region in Japan. Vermutlich seit dem 8. Jahrhundert wird in der Region Echizen Papier hergestellt. Die ersten Papiere aus Echizen kamen schon früh nach Europa. Im Archiv der Niederländischen Ostindien Kompanie (VOC), die in Hirado einen Vertretung unterhielt, finden sich zwischen 1620 und 1660 japanische Papiere für den Eigengebrauch. Echizen-Papiere sind meist hellbraun bis hellgelb und manchmal elfenbeinfarben, sie sind oft glatt und glänzend. Ab etwa 1647 bis zu seiner letzten Radierung im Jahr 1665 druckte Rembrandt die meisten seiner Kupferdrucke regelmäßig auf japanischem Papier bzw. Papier aus Echizen, gelegentlich zeichnete er auch darauf.

Dosabiki

Dosabiki ist eine Mischung auf Basis von tierischem Leim und Alaun, mit dem die Dosabiki-Papiere geleimt werden. Hierdurch sind weniger saugfähig, doch werden bei der späteren Verwendung aufgebrachte Farben nicht angegriffen und bluten nicht aus.


Hosho

Hosho-Papiere wurden ursprünglich für staatliche Behörden hergestellt, die darauf die mündlichen Befehle des Shogun in seinem Namen niederschrieben, unterzeichneten und mit seinem offiziellen Siegel versahen.
Gegenwärtig werden Hosho-Papiere hauptsächlich für Holzschnitte, Graphiken und Urkunden verwendet. Über unseren japico-Webshop können Sie dieses Japanpapier kaufen.


Gasenshi

Gasenshi-Papier war ein ursprünglich aus China kommendes Papier welches für Kalligraphien und Tuschezeichnungen verwendet wurde. Während der Edo-Zeit (1603-1867) übernahmen die Japaner die Techniken, um dieses Papier herzustellen.
Gasenshi-Papiere werden hauptsächlich für Syodo (japanische Kalligraphie), japanische Malerei und Massendrucke verwendet. Über unseren japico-Webshop können Sie vergleichbare Japanpapiere kaufen. Wir beraten Sie gern.

Torinoko

Torinoko bedeutet wörtlich „Kind oder Ei des Vogels“. Dieser Name wurde von dem natürlichen Farbton dieses Papiers abgeleitet, der der hellgelben Farbe von Vogeleiern ähnelt. Torinoko-Papiere werden für Briefpapier, Glückwunschkarten, Kunstdrucke und als Schiebewandpapiere verwendet. Über unseren japico-Webshop können Sie mehrere dieser Japanpapiere kaufen.

Torinoko Kozu

Torinoko Kozu bedeutet übertragen „Kaiserliche Dokumenten-Bütten“. Über unseren japico-Webshop können Sie dieses Japanpapier kaufen.

Komagami

Komagami-Papiere, mit einem hübschen Design verziert, wurden ursprünglich für Verpackungen verwendet. Inzwischen spannt sich der Anwendungsbereich von Komagami-Papieren von kleinen Bogen für Glückwunscharten, Umschläge und Briefpapier bis hin zu solch großformatigen Papieren, die als Wandpapier mit speziellen Mustern verwendet werden. In Europa gibt es leider für diese sehr schönen Papiere keinen Markt mehr, da (gedruckte) Imitationen seit einiger Zeit im Farboffset bedeutend preiswerter hergestellt werden können.


Kyokushi

Wörtlich „bureau Papier“ sind dicke Mitsumatapapiere, die weich, sehr biegsam und sehr gut bedruckbar sind, weil sich sehr scharfe Druckbilder ergeben. Kyokushi-Papiere werden deshalb für Schecks, Grußkarten, Aktienzertifikate und Visitenkarten verwendet.

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